AMD-Therapie: Behandlung gegen altersbedingte Makuladegeneration

geprüft von Dr.med. Susanne Hiller-Neugebauer

Was Sie in diesem Artikel erfahren?

  • Informationen zu den Therapieoptionen bei trockener AMD
  • Vorstellung einiger Therapiemöglichkeiten bei feuchter AMD
  • Tipps für eigene Behandlungsmöglichkeiten bei AMD

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine häufige Augenerkrankung. Sie tritt vermehrt im Alter auf und kann mit der Zeit zu einem Verlust der zentralen Sehschärfe führen. Leider kann man eine Makuladegeneration durch Vorbeugung nicht komplett verhindern. Man kann aber durch eine Reduktion der Risikofaktoren Rauchen, starkes Übergewicht und anderer Faktoren zumindest das Risiko, an einer AMD zu erkranken, reduzieren. Ebenso gibt es heute aber auch gute Möglichkeiten, Maßnahmen zum Erhalt der natürlichen Sehkraft zu ergreifen, auch, um den Verlauf einer AMD zu verlangsamen.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über Therapiemöglichkeiten bei trockener und feuchter AMD:

Trockene Makuladegeneration – Therapie:

Bei der trockenen AMD handelt es sich um die häufigere und frühere Form der Erkrankung. Für die trockene AMD gibt es jedoch keine spezifische medikamentöse Therapie. Daher ist es wichtig, den Fortschritt der Erkrankung sehr regelmäßig durch den Arzt zu überwachen. Wenn die trockene AMD in die feuchte AMD übergeht, muss sehr schnell gehandelt werden. Nur so lässt sich das Fortschreiten der feuchten AMD verlangsamen und eine Erblindung vermeiden. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die das Fortschreiten der AMD verlangsamen können:

1. Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel 

Bestimmte Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel können bei der trockenen AMD empfohlen werden. In dieser Gruppe finden sich Produkte, die oftmals Stoffe wie Carotinoide, Vitamine, Spurenelemente, Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien beinhalten. Die Produkte unterscheiden sich in ihren Zusammensetzungen sehr. Hier finden Sie einen ausführlichen Vergleich der Augenvitamine mit den passenden Produkten.

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2. Ergänzende bilanzierte Diäten

In dieser Gruppe finden sich Produkte, die sehr gezielt zur unterstützenden Versorgung der Augen abgestimmt wurden. Ein wesentlicher Unterschied zur Gruppe der Nahrungsergänzungsmittel besteht in der Zusammensetzung. Ein ausführlicher Vergleich einiger wichtiger Produkte finden Sie unter folgendem Link.

Hoch dosierte Antioxidantien und Vitamine können helfen, die Erkrankung zu verlangsamen[12]. Dazu zählen: Vitamin C, E, A, Zink und Omega-3-Fettsäuren.

Feuchte Makuladegeneration – Therapie:

Es werden die feuchte und die trockene AMD unterschieden. Beide Formen der AMD müssen so früh wie möglich durch einen Facharzt erkannt und beurteilt werden. Vereinfacht kann man sagen, dass die feuchte AMD durch abnorme Blutgefäße unter der Netzhaut gekennzeichnet sind. Dies sind Blutgefäße, die in die Netzhaut einwachsen und das Sehvermögen beeinträchtigen. Im Folgenden werden verschiedene Therapiemöglichkeiten vorgestellt. 

1. Injektions- / Spritzentherapie:

Die Injektionstherapie ist eine häufig durchgeführte Behandlungsmethode für die feuchte Makuladegeneration. Dabei werden Medikamente wie z.B. Lucentis® oder Avastin® direkt in das Auge injiziert. Diese Medikamente sollen das Wachstum neuer, abnormer Blutgefäße blockieren. Damit soll das Fortschreiten der Erkrankung gestoppt oder verlangsamt werden[8]. Diese Therapie muss immer von einem Facharzt geplant und ausgeführt werden.

2. Medikamente / VEGF-Hemmer:

Die unter 1. genannten Medikamente sind sogenannte VEGF-Hemmer.

Sie haben das Ziel, die Funktion des Wachstumsfaktors VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) zu beeinträchtigen. VEGF ist ein Stoff im Körper, der unter anderem für die Entstehung neuer Blutgefäße verantwortlich ist. Wenn VEGF überaktiv ist, wachsen die Blutgefäße unkontrolliert und es kommt zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Gefäße. Dadurch sammelt sich mehr Blut und Flüssigkeit in der Netzhaut.

VEGF-Hemmer beeinträchtigen und blockieren das Wachstum neuer Blutgefäße. Zusätzlich verringern sie die Durchlässigkeit bestehender Blutgefäße in der Netzhaut. VEGF-Hemmer sind Medikamente, die u. a. in der Injektions- / Spritzentherapie (siehe Punkt 1) eingesetzt werden. Dies kann das Fortschreiten der Krankheit aufhalten und das Sehvermögen verbessern oder erhalten [3].

3. Oraya-Strahlentherapie:

Als Ergänzung zur Behandlung mit VEGF-Hemmern kann die einmalige Anwendung der nichtinvasiven Oraya-Strahlentherapie die Zahl der Injektionen reduzieren. Die Oraya-Strahlentherapie ist eine nicht-invasive Behandlungsmethode. Sie basiert auf niedrig dosierter Strahlung. Abnorme Blutgefäße in der Makula sollen so reduziert werden. Die Strahlung selbst ist schmerzfrei. Ein Augenarzt muss beurteilen, ob die Oraya-Strahlentherapie geeignet ist. [5]

4. Lebensstiländerungen und gesunde Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung, reich an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen, kann einen positiven Einfluss auf die Augengesundheit haben. Laut Experten kann der Verzehr von grünem Blattgemüse, Fisch, Nüssen und Beeren die Makula schützen [7][9]. Forschungen deuten darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren, Lutein und Zeaxanthin die Entwicklung der AMD verlangsamen könnten [9]. Eine Studie zeigt, dass eine Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren ist, das Risiko für eine fortgeschrittene AMD senken kann [9].

5. Rauchstopp und Vermeidung von Risikofaktoren

Das Rauchen ist ein erheblicher Risikofaktor für die Entstehung und Verschlimmerung der AMD [2]. Ein Rauchstopp kann dazu beitragen, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Eine weitere Maßnahme zur AMD-Prävention ist die Vermeidung von UV-Strahlung, da diese die Augen schädigen kann [10]. Das Tragen von Sonnenbrillen mit UV-Schutz kann hierbei hilfreich sein.

Hinweis: Es ist wichtig zu betonen, dass eigene Behandlungsmöglichkeiten und Präventionsansätze bei AMD keine Garantie für die Vermeidung oder Heilung der Krankheit bieten. Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen sind unerlässlich, um den Verlauf der Erkrankung zu überwachen und geeignete Therapieentscheidungen zu treffen [8][11].

AMD-Therapie: Zusammenfassung

Insgesamt können Lebensstiländerungen wie eine gesunde Ernährung, der Verzicht auf Rauchen und der Schutz vor UV-Strahlung dabei helfen, das Risiko einer AMD-Entwicklung zu minimieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen [2][7][10]. Dennoch sollten Patienten stets mit ihrem Augenarzt zusammenarbeiten, um eine umfassende und individuelle Behandlungsstrategie zu entwickeln.

[1]: https://www.gesundheitsinformation.de/altersabhaengige-makuladegeneration-amd.html
[2]: https://www.augenaerzte-in-duesseldorf.de/trockene-amd-welche-therapieformen-gibt-es/
[7]: https://www.gesundheitsinformation.de/schuetzen-nahrungsergaenzungsmittel-vor-einer-amd.html
[9]: https://www.aerzteblatt.de/archiv/49188/Photodynamische-Therapie-bei-der-altersa bhaengigen-Makuladegeneration
[10]: https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/augenkrankheiten/altersbe dingte-makuladegeneration-amd-ueberblick-733645-mehrseiter-7-therapie.html
[11]: https://www.augenaerzte-in-duesseldorf.de/feuchte-amd-wie-verlaeuft-die-injektionstherapie/

Artikelbild: Lordn – stock.adobe.com

Inhaltlich geprüft:

Dieser Artikel wurde auf Richtigkeit überprüft, durch Dr.med. Susanne Hiller-Neugebauer, Fachärztin für Augenheilkunde.