Die AREDS-Studie (Age-Related Eye Disease Study)
Die AREDS-Studie (Age-Related Eye Disease Study) ist eine bedeutende klinische Studie des National Eye Institute (NEI) in den USA. Sie untersuchte, ob bestimmte Nahrungsergänzungsmittel das Fortschreiten der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) verlangsamen können, einer Augenerkrankung, die zu Sehverlust führen kann.
In der ursprünglichen AREDS-Studie nahmen mehr als 4.700 Personen teil. Die Ergebnisse zeigten, dass eine Kombination aus Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin, Zink und Kupfer bei Menschen mit intermediärer AMD oder mit fortgeschrittener AMD in einem Auge das Risiko senken kann, eine fortgeschrittene AMD zu entwickeln. Das National Eye Institute beziffert diese Risikoreduktion auf etwa 25 Prozent über fünf Jahre.
Mit AREDS2 wurde später eine Folgestudie durchgeführt, in der geprüft wurde, ob sich die ursprüngliche Formel durch zusätzliche Bestandteile weiter verbessern lässt. Untersucht wurden dabei unter anderem Lutein, Zeaxanthin und Omega-3-Fettsäuren (DHA/EPA).
Dabei zeigte sich, dass die Zugabe von Omega-3-Fettsäuren keinen zusätzlichen Gesamtnutzen für das Risiko einer fortschreitenden beziehungsweise fortgeschrittenen AMD hatte. Aus den Ergebnissen von AREDS2 lässt sich daher nicht ableiten, dass Omega-3-haltige Ergänzungen die AMD über die bewährte AREDS-/AREDS2-Formel hinaus zusätzlich verlangsamen.
Eine wichtige Erkenntnis aus AREDS2 war jedoch, dass Lutein und Zeaxanthin anstelle von Beta-Carotin verwendet werden können. Das ist besonders relevant, weil Beta-Carotin mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko bei aktuellen oder ehemaligen Rauchern in Verbindung gebracht wurde. Langfristige Auswertungen stützen deshalb die Verwendung der AREDS2-Formel mit Lutein und Zeaxanthin anstelle von Beta-Carotin.
Zusammenfassend zeigen AREDS und AREDS2, dass spezielle Nahrungsergänzungsformulierungen (z.B. mit Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin) bei bestimmten AMD-Risikogruppen das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können. Für die zusätzliche Gabe von Omega-3-Fettsäuren (DHA und EPA) wurde in AREDS2 jedoch kein zusätzlicher Nutzen nachgewiesen. Vor der Einnahme entsprechender Präparate sollte immer eine ärztliche Beratung erfolgen, insbesondere weil solche Produkte nicht für jede Person gleichermaßen geeignet sind.
Meso-Zeaxanthin ist nicht Bestandteil der offiziellen AREDS2-Formulierung. Die offizielle Empfehlung aus AREDS2 bezieht sich auf die in der Studie untersuchten Carotinoide Lutein und Zeaxanthin. Aussagen zu Meso-Zeaxanthin sollten daher klar von den gesicherten Ergebnissen der AREDS2-Studie getrennt werden und nicht als Teil der offiziellen AREDS2-Empfehlung dargestellt werden.
Es ist wichtig anzumerken, dass die Forschung und die Empfehlungen zur Behandlung von AMD sich weiterentwickeln können. Es wird empfohlen, die individuellen Bedürfnisse mit einem Augenarzt zu besprechen, um die am besten geeignete Behandlungsoption zu ermitteln.
- Bei altersbedingter Makuladegeneration
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